Preisträger Q2, 2026
(1) Genotoxicity profiling reveals distinct platform-and cell type-specific effects in therapeutic gene editing for genetic hyperinflammation

Lei Lei and Toni Cathomen
Lei Lei, Masako M. Kaufmann, Jessica Lao, Miriam Erlacher, Peter Aichele, Toni Cathomen
Die Studie zeigt erstmals, dass Base Editing eine therapeutisch wirksame Korrektur einer genetisch bedingten Hyperinflammation (familiäre hämophagozytische Lymphohistiozytose Typ 3, FHL3) im Mausmodell ermöglicht. Durch die gezielte Modifikation hämatopoetischer Stammzellen wurde nach deren Transplantation die Funktion zytotoxischer Immunzellen wiederhergestellt und ein lebensbedrohliches Entzündungssyndrom verhindert. Gleichzeitig liefert die Arbeit eine umfassende Analyse der Genotoxizität verschiedener Genomeditierungsplattformen. Dabei zeigte sich, dass unerwünschte genetische Veränderungen stark von der verwendeten Editierplattform, der Zielsequenz und dem Zelltyp abhängen. Die Ergebnisse unterstreichen die Notwendigkeit kontextspezifischer Sicherheitsbewertungen für die klinische Translation von Genomeditierungsverfahren. Die Studie liefert damit sowohl einen wichtigen therapeutischen Proof-of-Concept als auch ein systematisches Framework zur Sicherheitsbewertung moderner Genomeditierung.
(2) Next-generation LMP2A-targeting TCRrecombinant T cells with inducible IL-18 expression to treat EBV-associated malignancies

Agnes Bonifacius and Philip Mausberg
Agnes Bonifacius, Philip Mausberg, Friederike Floegel, Anna Christina Dragon, Sabine Tischer-Zimmermann, Sven Stoll, Pegah Rahmati, Peter Spieler, María Fernanda Lammoglia Cobo, Anne Halenius, Hinrich Abken, Rainer Blasczyk, Thomas Nerreter, Michael Hudecek, Axel Schambach, Leo Hansmann, Britta Maecker-Kolhoff, Britta Eiz-Vesper
Epstein-Barr-Virus (EBV) infiziert über 90% der Bevölkerung und persistiert lebenslang in B-Zellen. Unter Immunsuppression können EBV-assoziierte Komplikationen auftreten, darunter lymphoproliferative Erkrankungen wie das Posttransplantationslymphom (PTLD). In diesen Tumoren wird das latente Membranprotein 2A (LMP2A) exprimiert, welches ein tumorspezifisches virales Antigen mit geringer Expression in gesundem Gewebe darstellt. Hier wurde erstmalig ein Immuntherapiekonzept entwickelt, in welchem T-Zellen in einem All-in-One Ansatz mit einem TCR gegen LMP2A sowie einer induzierbaren Expressionskassette zur Freisetzung von immunmodulierendem Interleukin-18 ausgestattet werden (iIL-18_LMP2A_TCR-Ts). In innovativen 3D Tumormodellen aus EBV-infizierten B-Zellen zeigten iIL-18_LMP2A_TCR-Ts eine ausgeprägte Antitumoraktivität. Die hierbei induzierte IL‑18-Freisetzung führte zu einer funktionellen Modulation des immunsuppressiven Tumormilieus und verstärkten Rekrutierung sowie Aktivierung weiterer Immunzellen. Diese Daten belegen das Potenzial von iIL-18_LMP2A-TCR-Ts als gezielte Immuntherapie für EBV-assoziierte Tumorerkrankungen mit hoher Spezifität und geringer Off‑Target-Toxizität.
(3) A new therapeutic frontier: CD19-targeting CAR-T cell therapy in rheumatoid arthritis: a concise report
Phillip Kremer, Isabell Haase, Johanna Richter, Ina Kötter, Dominic Borie, Boris Fehse, Nicolaus Kröger, Martin Krusche, Francis Ayuk
Unsere Arbeit befasst sich mit dem innovativen Therapieansatz der CAR-T Zelltherapie in der Behandlung der therapierefraktären rheumatoiden Arthritis, einer chronischen systemischen Autoimmunerkrankung, die durch eine progrediente Synovialentzündung, Gelenkdestruktion sowie potenziell schwere extraartikuläre Manifestationen charakterisiert ist. Dabei spielen dysregulierte angeborene und adaptive Immunmechanismen, B-Zellen sowie krankheitsrelevante Autoantikörper, insbesondere ACPA und Rheumafaktoren, eine zentrale Rolle.
Die Arbeit fasst die bislang verfügbare Evidenz zusammen und ergänzt diese um einen detailliert aufgearbeiteten eigenen klinischen Fall mit anhaltender krankheitsfreier Remission, Absetzen der immunsuppressiven Therapie und gleichzeitiger Verbesserung einer interstitiellen Lungenerkrankung nach CD19 CAR-T Zelltherapie. Die Ergebnisse unterstreichen das Potenzial der CAR-T-Zelltherapie, auch bei Patienten mit Versagen etablierter B-Zell-gerichteter Therapien, und liefern wichtige Grundlagen für zukünftige Studien. Damit leistet die Arbeit einen bedeutenden Beitrag zur Translation innovativer zellulärer Immuntherapien in die Behandlung schwerer Autoimmunerkrankungen.
Preisträger 2026
Preisträger 2020-2025
Berechtigungen und Verfahren
Award
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Auszeichnung von bis zu 3 hochrangigen Gentherapiepublikationen von DG-GT Mitgliedern pro Quartal.
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Erstautor*innen erhalten ein Zertifikat und ein Preisgeld in Höhe von insgesamt 500 €, sowie eine einjährige Mitgliedschaft in der DG-GT, sollten sie nicht bereits Mitglieder sein.
Berechtigung
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Erst-, Letzt- oder korrespondierende(r) Autor*in der Publikation muss zum Vorschlagszeitpunkt (Quartalsende) DG-GT Mitglied sein (bei Co-Autorenschaften ist es ausreichend, wenn ein(e) Erst-, Letzt- bzw. korrespondierende(r) Autor*in DG-GT Mitglied ist). Der Beitragspflicht muss nachgekommen sein.
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Eingereichte Publikationen müssen wichtige Themen der Gentherapie behandeln.
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Eingereichte Publikationen müssen in dem entsprechenden Quartal erschienen sein (entscheidend ist der Termin der Online-Veröffentlichung).
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Publikationen, die bereits einen Preis erhalten haben, dürfen nicht eingereicht werden.
Verpflichtungen der Preisträger
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Der Preis wird auf der Webseite der Preisträger verkündet.
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Preisträger*innen stellen ein Foto und einen kurzen Text für die DG-GT Webseite zur Verfügung.
Vorschlags- und Auswahlverfahren
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Deadline für Vorschläge von Publikationen ist jeweils der 10. des Monats nach Quartalsende (10.4., 10.7., 10.10., 10.01., jeweils 24 Uhr).
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Vorschläge sind von Erst-, Letzt- bzw. korrespondierender/m Autor*in (DG-GT-Mitglied) oder von anderen DG-GT Mitgliedern über das on-line Portal auf der DG-GT Webseite einzureichen (neu!): https://www.dg-gt.de/poq-submission. Es ist in jedem Fall eine kurze Begründung zur Relevanz der Publikation beizufügen, die im Falle eines Awards für die DG-GT Webseite verwendet wird (auf Deutsch, max. 1200 Zeichen einschl. Leer- und Satzzeichen).
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Die Auswahl der besten „Papers-of-the-Quarter“ erfolgt durch den Vorstand und den Beirat der DG-GT. Vorstands- und Beiratsmitglieder mit Interessenskonflikten sind von dem Auswahlverfahren ausgeschlossen.






